Die Vereinsgeschichte
Die mageren Jahre
Die nahezu aussichtlose Situation des Vereins zeigte sich insbesondere am Zustand des Seniorenbereichs: für Ehrenamtliche Arbeit war kaum ein Mitglied zu finden. Positiv zu sehen sind für diese Zeit nur die Fortführung der Jugendarbeit, aus der immer wieder Spieler Spieler für den Seniorenbereich erwuchsen, und das Durchhaltevermögen des- durchaus nicht unumstrittenen- Vorsitzenden Erich Haller, ohne dessen Engagement sicherlich die Vereinsauflösung vorgenommen worden wäre.
Es war die Zeit der besonders schnellen Mitgliederversammlungen im Vereinsheim "Zum Stefan". Nach der kurzen Eröffnung durch den Vorsitzenden mit der guten Nachricht: "Es gibt keine Probleme !" und der weniger erfreulichen "An den alten hat sich nichts geändert! " wurde der Einzelkämpfer Erich Haller regelmäßig und einstimmig in sein Amt bestätigt. Krönender Abschluss war dann die erste Amtshandlung: "Wie ihr wißt,hat der Verein kein Geld. Ihr lebt aber alle in Reichtum- also Jungs, fahrt in die Taschen und holt die Knete heraus ! Ich muss jetzt Sammeln. "Sprach´s und holte mit einem vom Vereinwirt geliehenen Hut die Spende einzeln ab, um damit die obligatorische Runde zu bezahlen.
Eine echte Lösung der den Verein belastenden Probleme schien zu diesen Zeitpunkt nicht realistisch. Die Verhandlungen mit der BAG waren eingefroren; zudem schränkte der Verlust der Gemeinnützigkeit alle Möglichkeiten fast vollständig ein. Unterstützung fand der Verein- wenn überhaupt- nur für den Bereich der Jugendarbeit; die nötige Finanzierung im Seniorenbereich war von der jeweiligen Finanzlage des Vorsitzenden abhängig. So verwunderte es nicht, dass die Versuche zum Wiederaufstieg der ersten Mannschaft ohne Erfolg blieben und die noch gebliebene zweite Mannschaft in der Kreisliga B eine nur durchschnittliche Rolle spielte. Da die Gesamtsituation des Vereins in allen Bereichen und für alle Beteiligten keinerlei Zukunftsperspektive zeigte, liegt in dieser Zeit wohl der Tiefpunkt in der Geschichte des SC Eintracht Hamm.